001 Mach doch mal Urlaub

Produktivitätstechniken helfen uns dabei, unserer Arbeit zu optimieren und und unsere Lebensqualität zu verbessern. Allerdings nimmt uns das Alltagsgeschäft oft so in Beschlag, dass wir vergessen uns zu entspannen. Tatsächlich wird oft unterschätzt, wie sehr wir richtige Unterbrechungen und Entspannungsphasen benötigen.

Laut der LexisNexis Studie aus dem Jahr 2010 sind wir alle mehr als die Hälfte des Tages damit beschäftigt, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, damit wir unsere Arbeit fach- und sachgerecht ausführen können. Denken Sie darüber ruhig einmal eine Sekunde nach. Wenn Sie ein und denselben Muskel jeden Tag trainieren, werden Sie unweigerlich in eine Phase des Übertrainings geraten, mit der Konsequenz, dass der Muskel nicht weiter wachsen wird. Ohne Erholungsphasen können in der trainiertenMuskulatur nicht die notwendigen Stoffwechselprozesse ablaufen, die zum Wachstum benötigt werden. Ruhe- und Erholungsphasen sind im Krafttraining unverzichtbar. Unser Gehirn verhält sich ähnlich.

Mit der ständigen Aufnahme und Verarbeitung von jeder noch so kleinen Information von morgens bis abends geht unweigerlich Erschöpfung einher. Jeder Gedanke, jedes Mal wenn Sie sich an etwas erinnern, etwas lesen, über eine Sache nachdenken, mit jemandem sprechen, kostet das ein wenig Ihrer Aufmerksamkeit. Tatsächlich sind wir alle reizüberflutet.

Das Problem ist, dass wir oft das Ausspannen und Tagträumen als reine Zeitverschwendung interpretieren. Tatsache ist jedoch, dass viele wichtige physiologische Prozesse diese Art des „Herunterkommens“ brauchen. Ferris Jabr beschreibt in einem Artikel „Why Your Brain Needs More Downtime“ dazu sinngemäß Folgendes:

„Downtime“ füllt Aufmerksamkeits- und Motivationsreserven des Gehirns wieder auf. Sie verbessert die Produktivität und Kreativität.

Ferien eignen sich besonders dazu, sich intensiver mit der „Downtime“ zu beschäftigen. Fünf Dinge sollten Sie dabei allerdings berücksichtigen:
1. Städtereisen bieten hervorragende Möglichkeiten der Reizüberflutung und sind daher für den oben genannten Zweck eher ungeeignet.
2. Schauen Sie nicht auf die Uhr. Essen Sie wenn Sie hungrig sind. Gehen Sie zu Bett, wenn Sie müde sind. Lassen Sie die Zeit einfach einmal außen vor.
3. Spielen Sie doch einfach mal Karten oder puzzeln Sie. Es gibt unzählige Studien, die mit den positiven Effekten vom Spiel auf das Gehirn assoziiert sind. Hierzu wird an einem anderen Tag sicherlich noch einen Artikel geben.
4. Reflektieren oder meditieren Sie. Verbringen Sie einige Zeit an einem schönen Ort und lassen Sie Ihre Gedanken wandern.
5. Verbringen Sie Zeit in der Natur. Die Natur hat einen unglaublichen Effekt auf unser Gehirn, wenn wir uns darauf einlassen. Ein Waldspaziergang eröffnet uns zum Beispiel neue Perspektiven, indem wir Dinge bewusst wahrnehmen, für die wir im Alltag blind sind.

Jeder dieser Punkte ist nur schwer im beruflichen Alltag oder auch in „regulären“ Ferien zu realisieren. Ich bin mir aber sicher, dass Sie einen Weg finden werden.

Power to You